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الخميس، 29 أكتوبر 2015

Die tunesische Revolution - Ablauf und Gründe aus der Sicht eines die Revolution miterlebt studenten





 

Die tunesische Revolution - Ablauf und Gründe aus der Sicht eines die Revolution miterlebt studenten




1. Einleitung

Am 17. Dezember 2010 bricht die Tunesische Revolution aus, welche ein neues Bewusstsein in einer von sozialer Ungerechtigkeit, Unterdrückung, Korruption, Zensur, Manipulation und Desinformation bestimmten Zeitspanne in der Geschichte Tunesiens mit sich brachte. Dieses neue Bewusstsein besteht darin, sich gegen Willkür der Herrschenden zu wehren, die sich weiterhin verschlechternde politische, wirtschaftliche und soziale Lage zu verbessern und ein geeignetes Milieu zu verschaffen, in dem die kommenden Generationen den Frieden, die Presse- und Meinungsfreiheit, Demokratie und soziale Gerechtigkeit genießen können. Die Jasminrevolution beeinflusst maßgeblich die anderen arabischen Länder, da kurz nach der Revolution in Tunesien das ägyptische Volk eine Revolution entfacht hat, dann das Libysche und das Jemenitische und derzeit herrschen in Syrien Unruhen, Massendemonstrationen und Proteste gegen ein diktatorisches und totalitäres Regime. In dieser Arbeit möchte ich auf den Ablauf der tunesischen Revolution, deren Auslöser und Gründe sowie ihre Errungenschaften zurückkommen. Meine Arbeit bezüglich der Tunesischen Revolution bezieht sich auf das, was ich gesehen habe, was ich von meinen Eltern, Freunden, Kommilitonen, Verwandten, Bekannten, Lehrer und Professoren gehört habe und was ich persönlich erlebt habe.

2. Überblick über die Geschichte Tunesiens

Bevor ich mich mit dem Ablauf und den Gründen der Tunesischen Revolution auseinandersetze, möchte ich einen kurzen Überblick über die Geschichte Tunesiens geben.Tunesien ist ein Land in Nordafrika. Die Einwohner von Tunesien sind mehr als 11 Millionen Einwohner. In der Antike war Tunesien ein Teil des numidischen Reiches. Die damaligen Einwohner waren Berber. Später haben die Phönizier eine Kolonie in Tunesien unter dem Namen Karthago errichtet. Man sagt, dass Elissa, eine Fürstin aus dem Phönizien, vor seinem Bruder, welcher die Macht an sich reißen wollte, geflüchtet und in Tunesien gelandet war. Der ortsansässige Häuptling versprach sie so viel Land, wie sie mit einer Kuhhaut umspannen könne. Elissa hat die Kuhhaut in sehr kleine und dünne Streifen geschnitten und aneinander gelegt und somit hat sie viel Boden bekommen. Im Laufe der Zeit haben die Karthager ein sehr mächtiges Reich in Nordafrika gegründet. Hannibal war einer der bekanntesten und größten Feldherren/Heerführer in dem Karthagischen Reich. Viele Historiker bezeichnen ihn als den schlimmsten Albtraum Roms.Nach dem Untergang des Karthagischen Reiches und bis zur islamischen Eroberung war Tunesien unter dem römischen Reich. Ab 1574 war Tunesien eine Großprovinz (Eyâlet) des osmanischen Reiches.Zwischen den Jahren 1881 und 1956 war Tunesien eine französische Kolonie. Habib Bourguiba war der erste Präsident Tunesiens. Das Erste, was er angestrebt hat, ist die Frauen zu befreien. Ein bekanntes Video zeigt, wie Bourguiba das Sefssari (traditioneller Umhang, Wie Burka) von Frauen ablegt. Er wollte eigentlich mit diesem Verhalten sagen: Jetzt gilt es, dass sich Frauen emanzipieren und ihre Gleichberichtigung verteidigen, dass Frauen um ihre Gleichberechtigung kämpfen und dass Frauen endlich ein aktives Mitglied im politischen, wirtschaftlichen und sozialen Leben werden. Habib Bourguiba hat auch eine große Rolle gespielt gegen Analphabetentum. 1987 wurde Bourguiba aus Altersgründen von Zine el-Abidine Ben Ali abgesetzt und unter Hausarrest gestellt. Ben Ali hat über das Land fast 23 Jahre herrscht, bis er durch eine Revolution gestürzt wurde.

3. Ablauf der Tunesischen Revolution

Am 17. Dezember 2010 übte der 26-jährige arbeitslose Gemüsehändler Mohamed Bouazizi Selbstmord durch Verbrennung aus. Die Beschlagnahme seiner Obst- und Gemüsekarre, welche seine einzige Einnahmequelle darstellt, treibt ihn dazu an, sich das Leben zu nehmen. Zu dieser Zeit war ich in meiner Heimatstadt „Thelepte“, welche nicht weit weg von Sidi Bouzid entfernt ist. Am 18. Dezember kam mein Onkel ins Haus herein, schlug die Tür hinter sich zu und teilte uns mit, dass sich einer aus Sidi Bouzid verbrannte, dass viele Demonstranten in Sidi Bouzid auf die Straße gingen und dass es dabei zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen Polizei und Demonstranten kam. Ich habe das nicht ernst genommen, da ich weiß, dass es dem Regime gelingen wird, diese Proteste zu unterdrücken wie die Vorherigen.

Der Selbstmord von Mohammed Bouazizi war sozusagen der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Am 21. Dezember 2010 weitet sich die Protetst gegen das Regime mehr und mehr aus und immer mehr Städte schließen sich dem Protest gegen das Regime an und fordern ihre Rechte auf soziale Gerechtigkeit, auf eine Arbeit , wie z. B. Miknasi, Rgab, Sidi Ali ben Oun und Manzel Bouzajan.

Am 24. Dezember 2010 werden die friedlichen Proteste, welche die ganze Provinz umfasst, zu einem Volksaufstand. Die Polizei haben zum ersten Mal Feuer gegen Demonstranten eröffnet. Dabei wurde der erste Demonstrant, Mohammed Elamaari, in der tunesischen Revolution erschossen.

Am 25. Dezember 2010 sammeln sich einige hunderte Gewerkschafter und Menschenrechtsaktivisten in der Hauptstadt Tunesiens „Tunis“, um ihre Solidarität mit den Demonstranten in Sidi Bouzid und ihre Unzufriedenheit gegen Unterdrückung von Demonstrationen und den Einsatz von Waffen gegen unbewaffnete Demonstranten zum Ausdruck zu bringen.
Am 26. Dezember hat Ben Ali Mohammed El Bouazizi im Krankenhaus besucht. Ben Ali hat versucht, die Wut des Volkes zu dämpfen. Er hat auch die Familie von Bouazizi eine Spende gemacht. Diese Spende ist meiner Meinung nach eine Art Bestechung, damit die Familie von Bouazizi diese Tat verschweigen.
Am 27. Dezember 2010 schließen andere Provinzen und Städte, wie z. B. Tunis, Sfax, Kairawan, Kasserine, Thala, Mednin und Gafssa, der Welle den Massendemonstrationen in Sidi Bouzid an.

Am 28. Dezember 2010 hält der Diktator Ben Ali die erste Rede zu den Protesten gehalten. Diese Rede, in der Ben Ali die Krawalle in Tunesien mit Nachdruck verurteilt, wird im tunesischen Fernsehsender übertragen.
Ich bin nach der Hauptstadt Tunesien gefahren, wo ich studiere, da ich zu dieser Zeit meine Klausuren ablegen muss. Die Protestwelle verschärft sich mehr und mehr.
Ich wohne in einem Studentenwohnheim in einem der größten Wohnviertel Afrikas „Altadhamen“.
Am 5 Januar 2010 erliegt Mohammed Bouazizi seinen schweren Verletzungen. Das hat die Protestwelle im Land angefacht.

Am 8. Januar 2010 sind 6 Demonstranten in Thala und 2 in Kasserine von der Polizei erschossen worden.
Am 9. Januar 2010 erreichen die Demonstrationen die Hauptstadt „Tunis“. Sicherheitskräfte eröffnen Feuer gegen Demonstranten.
95 Rechtsanwälte treten in einen Streik. Mehr als 35 Leute sind in Kasserine (meine Provinz) und Thala (eine Stadt in der Provinz Kasserine) ums Leben gekommen.
Die Regierung kündigt an, dass die Schulen und Universitäten zu bleiben müssen. Meine Freunde und ich schleichen uns in den Fernsehraum des Studentenwohnheims, um die Nachrichten anzuschauen. Das ist zum ersten Mal in der Geschichte Tunesiens passiert und das Regime von Ben Ali hat davor Angst, dass Studenten mit protestieren.
Die Protestwelle in der Hauptstadt nimmt mehr und mehr zu und erreicht die armen Stadtteile, darunter Wohnviertel „Altadhamen“, wo ich wohne. Die Demonstranten haben fast alle Polizeidienststellen in der Hauptstadt in Brand gesetzt. Die Sitze der regierenden Partei werden auch verbrannt.
Am 12. Januar 2010 hat Ben Ali den Innenminister abgesetzt und hat einen neuen Minister berufen.
Der neue berufene Minster hat eine nächtliche Ausgangssperre in der Hauptstadt verhängt.
Immer mehr Demonstranten wurden erschossen.
Im Stadtteil „Altadhamen“ hat die Polizei einen Taxifarer erschossen.Dieses verhängnisvolle Ereignisse ist vor meinen Augen vorgefallen. Der Taxifahrer möchte nur sein Auto woanders parken, er hat Angst davor, dass sein Auto kaputt geht, da die Demonstranten Steine gegen Polizisten werfen. Die Polizisten haben gedacht, dass er sie angreifen und ihre Waffen wegnehmen möchte, und deswegen haben sie ihn erschossen.
Am nächsten Tag haben die Demonstranten im Stadtteil „Altadhamen“ alle öffentlichen Einrichtungen in Brand gesetzt.
Am 13.Januar 2010 Ben Ali hat seine dritte Rede gehalten, in der er viele Zugeständnisse gemacht hat. Kurz nach Ben Alis Rede wurde eine Diskussionssendung über diese Rede im tunesischen Fernsehsender ausgestrahlt, deren Ziel die Zuschauer zu manipulieren. Die Eingeladenen sollen die Rede von Ben Ali preisen. Es wird von einem revolutionären Schritt von Ben Ali gesprochen und Ben Ali hat das Volk verstanden und wesentliche politische und soziale Veränderungen werden in die Tat umsetzen. Einer der eingeladenen, welcher meiner Meinung nach sehr mutig und revolutionäre ist, hat gegen den Plan reagiert und hat gesagt, dass Ben Ali durch diese Rede viel Schwäche aufgewiesen hat und dass sich das Ende von Ben Ali nähert sich. Nach der Rede von Ben Ali sind Tausende von bestochenen Demonstranten sind auf der Straße gegangen, um ihre Freude auszudrucken. Es gelingt dem Tyrannen nicht, die Öffentlichkeit zu manipulieren.

Die Lage spitzt sich zu und die Demonstranten haben wichtige öffentliche Einrichtungen gestürmt.

Am 14 Januar 2010 erreicht die Revolution in Tunesien seinen Höhepunkt. Das ganze Land wehrt sich gegen dem Präsidenten Ben Ali. An diesem Tag erlebt die Hauptstadt die größte Demonstration.
Das Militär hat auf die Befehle von Ben Ali, auf Demonstranten Feuer zu eröffnen, nicht gehört.Das ist die Wendepunkt in der tunesischen Revolution meiner Meinung nach.
Die Demonstranten nähern sich dem Regierungssitz.
Der Präsident hat Angst, ermordet zu werden und hat sich aus dem Staub gemacht.
Nach der Flucht des Präsidenten kam es zu einem Sicherheitsvakuum
Die Leute mussten sich selbst und ihr Eigentum schützen.
Kriminelle haben die großen Supermärkten reiche Wohnviertel angegriffen, um zu klauen oder Frauen zu vergewaltigen.
Ich war damals im Studentenwohnheim. Wir mussten nicht schlafen und die ganze Nacht wach bleiben, weil ein Gerücht verbreitet, dass Kriminelle das Studentenwohnheim angreifen wollen.

Es kam auch zu einem Sicherheitsvakuum. Artikel 57 zufolge wurde der Präsident des tunesischen Parlamentes, da der Präsident Ben Ali dauerhaft abwesend ist, der Präsident der tunesischen Republik.
Dementsprechend wurde Fouad Mebazaa zum Präsidenten Tunesiens ernannt.
Eine Koalitionsregierung wurde dann aus Oppositionsführern gebildet.
9 März 2011 wurde die Partei des gestürzten Regimes "RCD" (Konstitutionelle Demokratische Sammlung)aufgelöst.
Am 23 Oktober wird die erste demokratische Wahl einer Übergangsregierung veranstaltet. Die Islamisten kamen an die Macht. Die Übergangsregierung hat die Aufgabe Ordnung zu verschaffen, das Land auf die Beine zu stellen und Grundlagen einer demokratischen Gesellschaft festzusetzen sowie eine neue Verfassung zu verfassen und eine Präsidentschaftswahl und Parlamentswahl.
26. Januar 2014 wurde die neue Verfassung der tunesischen Republik nach Ben Ali verabschiedet. 27. Januar 2014 trat die neu verfasste tunesische Verfassung.
Am 26. Oktober 2014 war die Parlamentswahl - Nidaa Tunis („Ruf Tunesiens“) - eine säkulare Sammlungspartei hat diese Wahl gewonnen.
Am 23. November 2014 hat die Präsidentschaftswahl stattgefunden.
Beji Caid Essebsi gewann diese mit 55,68 Prozent der Stimmen. Am 31. Dezember 2014 Vereidigung als Präsident von Tunesien vereidigt.

                                       === Doch warum kam es zu einer Revolution in  Tunesien? ===


4. Gründe für die Jasminrevolution

   ===4.1 Kleptokratie===

Das Wort Kleptokratie ist ein zentraler politischer Begriff, wenn man über Tunesien unter Ben Ali spricht. Dierer Begriff besteht aus dem altgriechischen Wort "Klepta", was "Dieb" bedeutet, und "Kratia", d. h. Herrschaft. Ins Deutsche überstzt, bedeutet dies etwa Herrschaft der Plünderer oder Diebsherrschaft. Kleptokratie bezeichnet eine Herrschaftsform, bei der sich die Herrschenden gnadenlos auf Kosten des Volkes und von seinem Einkünften und Besitz bereichern. Also, die Familie von Ben Ali und die Familia seiner Frau haben sich ungeheuer viel Eignetum, viel Besitz und viel Geld schonungslos und ohne Ende erschlischen. Sie haben geschafft, innerhalb der Amtszeit von Ben Ali ein kleptokratisches System zu entwickeln. Laut Transparency International hat die Ben-Ali-Trabelsi-Familie durch Korruption und Betrug bis zu einem Drittel der tunesischen Wirtschaft unrechtmäßig erworben. Slim Chiboub, der Mann von Ben Alis Tochter, ist nur ein kleines Beispiel für das kleptokratische System im Land. Wenn ein auslandisches Unternehmen in Tunesien investieren möchte, musste dieses Unternehmen mit ihm darum handelt, wie viel Geld oder wie viel Provision er bekommen wird, wenn dieses Unternehmen eine Genhmigung vom Staat bekommt und erst wenn er mit diesem Unternehmen eine Abmachung trifft, sammelt sich Ben Ali mit seinen Ministern und treffen sie eine Entscheidung. Slim Chiboum hat sich kurz vor der Revolution einen Bauernhof, welcher zum Staat gehört, erschlichen. Dieser Bauernhof beträgt mehr als 1200 Hektar. Die beiden Familien Ben Ali und Trabelssi hat fast alle größten Unternehmen und Firmen im Land an sich gerissen. Diese Beiden Familien besitzen mehr als 600 der größten Firmen und Unternehmen abgesehen von Bauernhöfen, Schlösser, Autos und Schiffen im In- und Ausland. In Tunesien gibt es nur einen Telekomanbieter und dieser gehört diesen Familien an, in Tunesien gibt es nur einen Internetanbieter udn dieser gehört diesen Familien an. In Tunesien gibt es nur ein Flugunternehmen und dieses gehört fast beiden Familien an.

 ===4.2 Unterdrückung===
Ben Ali hat in siener Amtszeit eine Polizeistaat eingerichtet. Kritiker und Dissidenten mussten mit Gefängnisstrafen und Folter rechnen. In Tunesien unter Ben Ali kann man über alles reden, außer das Regime in Frage zu stellen oder das Regime oder die Familie von Ben Ali zu kritisieren.
Das Regime übte eine scharfe Zensur. Das zeigt sich in der Vielzahl der Journalisten und Schriftsteller, welcher innhaftiert, gefoltert und von ihren Berufen entlassen wurden.
In Tunesien unter Ben Ali gab es zwei Arten von Strafen, und zwar psyschiche (z. B der Betroffene bekommt keine Arbeitsstelle oder einer seiner Bekannten oder Verwandten usw.)und körperlische (Festnahme etc.)Strafen.
Ich habe schreckliche Geschichten von den schlimmen, unmenschlichen und verhängnisvollen Arten und Weisen, wie politische Gefangene gefoltert wurden, beispielsweise durch Stromstöße oder die Finger der Gefangenen wurden entnommen.
Es gibt unglaublich viele Agente und überall. In meinem Wohnviertel kenne ich mehr als vier Agente. An meiner Universität gab es eine Polizeistation, da mein Uni sehr politisiert ist. Diese Polizei Station hat die Aufgabe, Studenten zu beobachten und zu unterdrücken. In Klassenzimmern gibt es Agente. Ein Professor von mir hat schon mal erzählt, dass ein Student den Unterricht regelmäßig besuchte. Er legte aber keine Klausuren ab. Er hat bei dieser Polizeistation an der Universität von Manouba einen Polizisten, den er kennt, er hat zu ihm gesagt, dass er ein Agent ist.








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